myphotobook GmbH ist Klimaneutral

Berlin, 12.Juni 2009

Das Berliner Unternehmen myphotobook GmbH wurde als klimaneutrales Unternehmen 2009 zertifiziert. Dies teilte Kaspar von Mellenthin, Geschäftsführer von myphotobook mit. Die Urkunde „klimaneutrales Unternehmen“ stellt First Climate, eines der führenden Asset Management Unternehmen im europäischen Emissionshandel, jährlich aus.

Mit dem Prädikat werden Unternehmen zertifiziert, die durch den Erwerb von Emissionspapieren im Umfang der verursachten Treibhausgas-Emissionen - unabhängig davon, an welchem Standort sie realisiert werden - die eigene Klimabilanz ausgleichen. In die Errechnung der individuellen CO2 Bilanz, dem so genannten „CO2 Fußabdruck“ eines Unternehmens, fließen sowohl der Energie- und Papierverbrauch bei der Produktion und der Verwaltung als auch Geschäftsreisen und Anreisewege der Mitarbeiter mit ein.

Das Projekt Brennstoffwechsel zu Reishülsen

Kurzbeschreibung

Das Projekt beinhaltet einen Brennstoffwechsel für die Öfen einer Keramikfabrik. Durch die Verwendung von Reishülsen als Ersatz für heimisches Feuerholz wird die Entwaldung verringert und Treibhausgasemissionen vermieden.

  • Projekttyp: Biomasse, Brennstoffwechsel
  • Zertifikatetyp: VER
  • Qualitätsstandard: Das Projekt entspricht dem Voluntary Carbon Standard

und wurde zusätzlich nach der Social Carbon Methodology validiert.

Projekthintergrund

Das Hauptanliegen des Projekts liegt darin, die Nutzung von Holz aus heimischen Wäldern als Primärenergiequelle zu verringern. Bei erfolgreicher Umsetzung soll die Energieversorgung der Keramikfabrik ganz auf Reisstroh, einem Restprodukt des Reisanbaus, umgestellt werden. Vor der Umstellung auf die neue Ressource wurden die Öfen der Keramikfabrik mit Holz aus den umliegenden Wäldern gespeist. Dies brachte eine stetig zunehmende Entwaldung und die damit einhergehenden Probleme wie Absenkung des Grundwasserspiegels, Bodenerosion und Verringerung der Artenvielfalt mit sich.

Mit der Umstellung auf Reisstroh werden jährlich bis zu 3.300 Hektar Land gerettet. So wird ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt der ursprünglichen Wälder und deren Speicherkapazität für CO2 gesichert.

Durch die Nutzung des sonstigen Abfallproduktes Reisstroh wird zusätzlich einem anaeroben Zersetzungsprozess entgegengewirkt, der erhebliche Methanemissionen ausschüttet. Durch die bereits installierten Verbrennungsöfen müssen für die Umsetzung des Projektes nur relativ kleine technische Veränderungen vorgenommen werden. Doch trotz des relativ geringen technischen Aufwands sehen sich die Projekteigner mit finanziellen Barrieren konfrontiert. Diese können jedoch durch die Erträge aus dem Verkauf von Emissionsgutschriften überwunden werden.

Nachhaltige Entwicklung
Waldrodung ist gegenwärtig zweifellos eine der Hauptbedrohungen für das Ökosystem in der Projektregion. Das vorliegende Projekt übernimmt eine Vorbildfunktion und trägt dazu bei, in einer von Umweltschäden stark bedrohten Region Alternativen zum Primärenergieträger Holz zu finden. Zur Umsetzung des Projekts wurde eine innovative Methodologie angewandt, die den Beitrag des Projekts zur nachhaltigen Entwicklung genau analysieren. Gemessen werden alle relevanten Nachhaltigkeitsparameter, wie Erhalt der Biodiversität, Schutz natürlicher Ressourcen sowie soziale und finanzielle Indikatoren.